„Wir stehen alle in der gemeinsamen Verantwortung“

Dr. Hermann-Josef Baaken ist Sprecher der Geschäftsführung des Deutschen Verbandes Tiernahrung (DVT). Im aktuellen Interview für unsere Rubrik O-Töne sprechen wir mit ihm über die Notwendigkeit, positive Bilder von Moderner Landwirtschaft zu vermitteln, den Aufbau von Vertrauen durch Transparenz und das Engagement der Futtermittelbranche im Netzwerk Moderne Landwirtschaft.

Kommunikation mit anderen zusammen im Netzwerk Moderne Landwirtschaft – was bedeutet das für Sie?

Ob der Bauer auf seinem Hof oder die Branchen im vor- und nachgelagerten Bereich – wir stehen alle vor den gleichen Herausforderungen. Wir müssen uns in die öffentliche Meinungsbildung noch intensiver einschalten. Weil wir wirtschaftlich miteinander verzahnt sind, stehen wir alle in der gemeinsamen Verantwortung. Wir brauchen ein lebendiges, wachsendes Netzwerk, um gemeinsam eine selbstbewusste, durchaus auch manchmal laute Stimme zu entwickeln und den Menschen positive Bilder von Moderner Landwirtschaft zu vermitteln. Es ist so, wie es ist, und dafür müssen wir geradestehen.

Welche Form der Kommunikation ist aus Ihrer Sicht erforderlich?

Nichts ist besser als die authentische Darstellung eines Themas über Personen. Wir alle müssen uns zur Modernen Landwirtschaft bekennen und zugleich deutlich machen, dass unser Tun transparent ist. Dann können wir auch Vertrauen aufbauen. Damit lösen wir positive Emotionen bei unseren Mitbürgern aus und erzeugen Interesse für unser Thema. Und wir müssen zuhören. Wer zuhört und versteht, kann besser mit den Menschen reden und ihre Fragen oder Kritik beantworten und erwidern. So ergibt sich ein Dialog, der im Idealfall in eine fachliche Diskussion mündet.

Wie können Sie sich als DVT in das Netzwerk einbringen?

Landwirte sind Kunden der Futterwirtschaft. Deshalb sind wir, und zwar gerne und aktiv, Teil des Ganzen. Wir regen den Dialog durch neue Formen an: bei Facebook und Twitter mit der Reihe „Gesichter der Branche“. Die jüngst produzierten Videos auf unserem YouTube-Kanal geben mit bewegten Bildern gute, kurze Einblicke in die Branche. Journalisten können jederzeit Fragen stellen. Außerdem sehen wir uns als starker Partner des Forums. Wir beteiligen uns intensiv an der Gremienarbeit und suchen in dem gemeinsamen Strategieworkshop im Oktober nach weiteren Möglichkeiten, wie wir uns als Futtermittelbranche stärker im Netzwerk engagieren können.