Thun-Hof mit Corporate Design in die Zukunft

Selbst Banker und Versicherungsvertreter sind beeindruckt: Mit Logo, Slogan und Internetseite schaffen es Nils Thun und seine Familie raus aus der Anonymität rein in die Köpfe der Mitbürger. Schritt für Schritt gestaltete der junge Landwirt aus Tappendorf (Schleswig-Holstein) alle Kommunikationsmittel des Betriebs nach einheitlichem Muster.

Herr Thun, seit Sommer 2015 hat sich auf Ihrem Betrieb einiges geändert.

Erstmal Moin. Richtig – seit dem letzten Sommer verwenden wir unser neues Betriebslogo und sind mit unserer Webseite online. Das Logo befindet sich unter anderem auf den Aufklebern für unsere Maschinen, auf Hofschildern und Briefbögen. Die Internet- und Facebookseite unseres Betriebs, den ich zusammen mit meinen Eltern bewirtschafte, entwickele ich schrittweise weiter. Darauf ist auch unser Slogan „aus Liebe zur Landwirtschaft“ zu sehen. Aktuell arbeiten wir an den neuen Visitenkarten, die ähnlich gestaltet sind wie die anderen Kommunikationsmittel.

Corporate Design ist ein Muss für größere Unternehmen. Wieso brauchen Sie als Landwirt beispielsweise ein Logo?

Wir Landwirte sind auch Unternehmer. Wir wollen raus aus der Anonymität und Flagge zeigen. Der Wiedererkennungswert hilft uns, wieder in das Bewusstsein der Leute in unserem Dorf zu rücken. Die Landwirtschaft bekommt für sie ein Gesicht. Im Idealfall besuchen die Verbraucher dann die Internet- und Facebookseite, wo sie mehr über unseren Hof erfahren. Dort beschreibe ich beispielsweise, wieso ich Schneckenkorn streue oder die Mastschweine über das Markenfleischprogramm „Unser Norden“ vermarkte. Wir verkaufen zwar nicht direkt an die Verbraucher, aber wir wollen sie informieren und ihr Vertrauen in unsere Wirtschaftsweise stärken. Es gibt darüber hinaus noch einen zweiten Aspekt: Mit den Maßnahmen zeigen wir, dass wir in die Zukunft investieren. Dazu gehört die richtige Außendarstellung. Das ist ein wichtiges Signal in die Richtung unserer Geschäftspartner.

Wie reagiert Ihr Umfeld?

Durchweg sehr gut. Unser Banker war ganz beeindruckt; ebenso unser Versicherungsvertreter, wie sich bei einem Schnack auf dem Sportplatz herausstellte. Freunde, Bekannte und Nachbarn in meinem Dorf finden es gut, dass wir uns so engagieren. Meine Familie sieht es als weiteren Entwicklungsschritt für den Betrieb und ist entsprechend stolz darauf. Die Berufskollegen sind etwas zurückhaltender, aber nicht negativ eingestellt. Einen Landwirt habe ich sogar schon einbezogen, weil ich einen kurzen Beitrag über unsere Lohnarbeit auf seinen Flächen gepostet habe.

Wann hat es bei Ihnen „Klick“ gemacht diese Maßnahmen umzusetzen?

Ich habe schon lange darüber nachgedacht. Der eigentliche Auslöser war aber meine damalige Partnerin, die im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum bei der Agentur agro-kontakt absolviert hat. Dort beschäftigt man sich unter anderem mit solchen Fragestellungen. Das war natürlich ideal für uns. Dank der professionellen Unterstützung haben wir systematisch die „Grundausstattung“ für unseren Betrieb entwickelt.

Lohnte sich für Sie die professionelle Unterstützung?

Auf jeden Fall. Besonders hilfreich war der kreative Input bei der Gestaltung des Logos. Wir Landwirte neigen dazu, etwas zu konservativ heranzugehen. Deswegen sind externe Fachleute so gut. Die Agentur kostet zwar Geld. Aber wir konnten dadurch viele Arbeitsstunden einsparen und haben nun einen professionellen Auftritt. Unsere Internet- und Facebook-Seite pflege ich selbst. So kann ich schnell reagieren. Momentan bastele ich an einem Blog und dessen Einbindung in Facebook, damit ich immer etwas Neues auf den Seiten präsentieren kann. Das macht mir Spaß. Stillstand ist nicht nur im Betrieb ein Rückschritt, sondern auch im Internet.

 

Weitere Informationen zur Landwirtschaft Thun:

Facebook-Seite

landwirtschaft-thun.de