„Landwirtschaft ist klasse. Das können ruhig alle wissen!“

Agrarblogger aus der Umgebung besuchen gemeinsam die Norla, eine landwirtschaftliche Fach- und Verbrauchermesse in Norddeutschland, und tauschen sich in der Redaktion des Bauernblatts Schleswig-Holstein über ihre Arbeit und ihre Ideen für gemeinsame Projekte aus.

Warum und wie hast du die Blogger von ihren Computern weggelockt?

Virtuell sind sie sich alle schon begegnet, real größtenteils aber noch nie. Das wollten wir schnellstens ändern: Wir arrangierten ein lockeres Kennenlernen in unserer Redaktion. Natürlich kam der Spaß nicht zu kurz und wir schossen gemeinsam ein paar Bilder in unserer Schättruum-Fotobox. Anschließend gingen wir gemeinsam über die Norla, die zeitgleich auf dem Nebengelände stattfand. Beeindruckend war, dass die Blogger von den Besuchern erkannt und angesprochen wurden. Wir freuen uns sehr über den hohen Bekanntheitsgrad der jungen Agrarbotschafter.

Sind Blogger Freaks oder ganz normale Menschen?

Wenn jemand so richtig für eine Sache brennt und sich dafür engagiert, ist er dann ein Freak? Wenn das die Definition sein sollte, dann auf jeden Fall – mit Ausrufezeichen! Und sie sind stolz darauf. Es sind ganz normale Mädels und Jungs, die es verstanden haben, das Internet für sich und ihren Berufsstand zu nutzen.

Welche Ergebnisse hat euer Treffen gebracht?

Die Blogger haben sich näher kennengelernt und planen künftig auch gemeinsame Projekte. Zum Beispiel hatten wir eine hauptberufliche Beauty- und Lifestylebloggerin mit in der Runde, die den anderen ganz neue Impulse aus einer anderen Branche geben konnte. Sie trifft sich öfter mit anderen Bloggern und berichtet darüber. „Warum also nicht auch mal über einen Agrarblogger berichten?!“ sagte sie.

Wie stark prägen soziale Netzwerke bereits das Image der Landwirtschaft?

Das virtuelle Agrarnetzwerk wächst und wächst und wir sind mittendrin. Als Redaktion legen wir großen Wert darauf, ein Ohr an der Basis zu haben. Da gehört selbstverständlich auch „dieses Internet“ dazu. Da die sozialen Netzwerke genauso zu den Medien und somit zu den Meinungsbildnern zählen, prägen sie natürlich das Image der Landwirtschaft. Jeder einzelne ist also dazu aufgefordert, sich einzubringen. Und es ist so einfach: Wenn bei meinem Mann z. B. kommende Woche der dritte Schnitt für die Grassilage ansteht, poste ich das auf meinen privaten Profilen auf Facebook und Instagram. Landwirtschaft ist klasse. Das können ruhig alle wissen!