Borussia Dortmund hat Evonik, der TuS Ascheberg die Landwirte

Sportsponsoring ist ein Baustein in einer Reihe von imagefördernden Maßnahmen. Die Idee mit den Sportshirts für die jungen Kickerinnen des TuS Ascheberg stammt vom ansässigen landwirtschaftlichen Ortsverein. „Unser Ziel ist eine gute Nachbarschaft“, sagt Mitinitiator Georg Freisfeld.

Herr Freisfeld, seit 2013 ist Ihr landwirtschaftlicher Ortsverein im Sportsponsoring aktiv. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Die Mädchenmannschaft unseres Sportvereins war aufgestiegen und brauchte neue Trikots. Wir haben uns spontan bereiterklärt sie zu unterstützen. Eine uns gut bekannte Textildesignerin und eine Hand voll junger Bauern haben das Logo entworfen und den Slogan festgelegt. Seitdem machen die jungen Damen jedes Wochenende Werbung für die Landwirtschaft.

Welche Zielsetzung verfolgen Sie damit?

Uns geht es um eine gute Nachbarschaft mit der Bevölkerung im Ortskern wie auch in den Bauernschaften. Bis jetzt gibt es keine Probleme und das soll so bleiben. Wir unterstützen daher mit Absicht den Sportverein hier aus unserer Gemeinde. Ganz abgesehen davon, dass uns das Geld für eine überregional bekannte Mannschaft fehlen würde. Die Trikotwerbung ist aber nur eine Maßnahme. Wir säen beispielsweise auch Sonnenblumenmischungen entlang von Radwegen, unterstützen Kinder in Not oder laden unsere Mitbürger zu Tagen der offenen Tür oder Stalleinweihungen ein. So bleiben wir immer im Gespräch miteinander.

Wie hoch ist Ihr finanzielles Engagement?

Die Trikots kosteten 500 Euro. Mittlerweile haben wir einen zweiten Satz in einer anderen Farbe angeschafft.

Wie sind bislang die Reaktionen auf Ihr Sportsponsoring ausgefallen?

Ausnahmslos positiv. Über die Trikots kommen wir mit Zuschauern bei den Fußballspielen ins Gespräch und laden Interessierte gerne auf unsere Höfe ein. Alle freuen sich, die Mädels mit den Trikots nach erfolgreichen Wochenenden in der Zeitung zu sehen. Zu den Kickerinnen haben wir seitdem auch einen guten Draht. Andere Ortsvereine sind mittlerweile ebenfalls aktiv geworden, so unter anderem unsere Kollegen in Ottmarsbocholt. Sie verwenden Logo und Schriftzug, allerdings mit einem kleinen Unterschied: „Stark auf dem Feld – die Ottmarsbocholter Landwirte“. Es können gern noch mehr landwirtschaftliche Ortsvereine, auch aus anderen Regionen dieser Republik, das Logo nutzen. So erkennen immer mehr Sportfans die Ähre wieder und erinnern sich: Hier unterstützen die Landwirte!