Landwirtin Nadine Henke ist engagierte Bloggerin

„Blogger sind nicht allein!“

Mitorganisatorin Nadine Henke ist begeistert vom Premieren-Camp, bei der Netzwerken und der Umgang mit Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat oder Podcasts im Mittelpunkt standen.

2017-04-05

Nadine, wie ist es zum ersten Agrarbloggercamp gekommen?

Die Idee stand schon lange im Raum, jedoch scheiterte es bislang an der Finanzierung. Nachdem Bernd Degener den Kontakt zur Agravis Raiffeisen AG aufgebaut hatte, kam der Stein dann ins Rollen.

 

Was hat Dich dazu bewegt, an der Organisation mitzuwirken?

Mir liegt das Thema Öffentlichkeitsarbeit absolut am Herzen. Jedoch habe ich das Gefühl, dass die einzelnen Graswurzler immer etwas allein gelassen werden. Deswegen war und ist es mir ein Anliegen, diese vielen tollen und engagierten Menschen zusammenzubringen. Im Dezember waren dann Rainer Winter, Marcus Holtkötter, Bernhard Barkmann und ich in den USA, um dort an der AgChatConference teilzunehmen. Die hier gesammelten Eindrücke und Ideen haben wir dann in unser Bloggercamp einfließen lassen.

 

Welche Inhalte und Botschaften hatte das Agrarbloggercamp?

Wir waren thematisch sehr breit aufgestellt, so dass es schwierig ist eine einzelne Botschaft herauszustellen. Wir denken, dass durch das breite Angebot rund um die sozialen Medien für jeden etwas dabei war. Ein Schwerpunkt war aber der Umgang mit Kritik und auch die Frage "Kann ich mich schützen und wenn ja wie". Viele Agrarblogger sind wirklich mit Leidenschaft Landwirte und kommunizieren das öffentlich. Es ist so frustrierend, wenn andere das auf übelste Art und Weise, häufig auch total persönlich, kritisieren. Uns war es wichtig, den Teilnehmern hier Tools an die Hand zu geben, damit umzugehen. Zudem sollte das Agrarbloggercamp natürlich auch zum Netzwerken genutzt werden. Das Gefühl, man steht nicht alleine da, ist schon echt toll. Und es ist klasse, einen virtuellen Freund auch mal im realen Leben kennenzulernen.

 

Wie war die Resonanz auf die Veranstaltung?

Die Resonanz und das Feedback der rund 100 Teilnehmer waren überwältigend. Wir hatten damit nicht gerechnet. Bislang hat es nichts Vergleichbares gegeben. Es stand immer wieder die Bitte im Raum, das Agrarbloggercamp auf jeden Fall zu wiederholen.

 

Gibt es denn eine Neuauflage?

Ja, es wird sicher ein zweites Camp geben. Wir sind schon in der Planung. Rein geographisch möchten wir uns nächstes Mal in den Süden Deutschlands bewegen.

 

Wohin können sich Ratsuchende in der Zwischenzeit wenden, wenn es um Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat oder Podcasts geht?

Jeder, der Hilfe im Bereich soziale Medien sucht, ist herzlich eingeladen, uns Organisatoren anzusprechen bzw. uns anzuschreiben. Wir haben dafür schon vor dem Agrarblogger Camp die Facebook-Seite AgChat Germany ins Leben gerufen. Diese Seite bleibt auch weiterhin bestehen. Wir vermitteln gerne, denn dafür soll die AgChat Germany da sein.

 

Wie ist Dein persönliches Fazit?

Ich bin immer noch tief beeindruckt von den engagierten Menschen, die einen so phantastischen Job in der Öffentlichkeitsarbeit machen, und den tollen Begegnungen. Ich hoffe, dass wir viele positive "Vibrations" ausstrahlen und immer mehr Menschen motivieren können, sich anzuschließen und mitzumachen.

 

Weitere Informationen:

https://www.facebook.com/AgChatGermany/?fref=ts