Authentisch, unterhaltsam und ohne kommerziellen Hintergrund

Beeindruckende Zahlen von 47 Millionen YouTube-Aufrufen kann der Amerikaner Greg Peterson vorweisen. Und zwar – das ist das Verblüffende – mit seinen Videoclips und Postings über Landwirtschaft. Im Rahmen seines vom FORUM unterstützten Deutschlandbesuchs diskutierte der Farmer aus Kansas mit Kollegen über seine Erfahrungen und gab Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit.

Greg, wie kamen Sie und Ihre Brüder Nathan und Kendal dazu, Videoclips mit landwirtschaftlichen Inhalten zu produzieren und zu veröffentlichen?

Mit unserem ersten Video wollten wir eigentlich nur unseren Freunden aus der Stadt zeigen, wie es auf unserer Farm aussieht und wie viel Spaß es macht, dort zu arbeiten. Wir hatten vielleicht mit einigen tausend Clicks auf YouTube gerechnet, aber zu unserer großen Überraschung waren es eine Woche nach der Veröffentlichung bereits fünf Millionen! Das hat uns motiviert weiterzumachen. Wir haben hiermit nämlich eine Chance, über Landwirtschaft zu informieren und falsche Vorstellungen über moderne Verfahren zu korrigieren, um langfristig unsere Zukunft zu sichern.

Wie lautet Ihr Erfolgsgeheimnis?

In unseren Videos singen wir eigene Texte zu bekannten Songs und zeigen dazu passende Aufnahmen aus unserem Alltag auf der Farm.

Wir haben selbst einen Riesenspaß und wollen damit unterhalten, aber auch informieren. Alles ist authentisch, ehrlich und ohne kommerziellen Hintergrund. Dafür nehmen wir uns Zeit: Die Planung und Produktion eines Videos dauert zwei bis drei Wochen. Wir nutzen die Musik als kraftvolles Werkzeug und erreichen damit Menschen in allen Teilen der Welt. So hatte unsere Parodie auf den Gangnam-Style-Welthit bislang über 16 Millionen Aufrufe.

Gibt es außer den enormen Aufrufzahlen auch andere Reaktionen auf Ihre Clips?

Ja, typisch ist beispielsweise: „Ich wusste überhaupt nicht, dass in der Landwirtschaft so viel moderne Technologie eingesetzt wird.“ Viele sind auch froh, mehr darüber zu erfahren, wo ihr Essen wächst. Besonderes Interesse haben Lehrer an den unterhaltsamen und informativen Videos. Weil es zahlreiche Anfragen gibt, treten wir mittlerweile im ganzen Land auf und unterstützen so die Landwirtschaft.

Wie beurteilen Sie das Image der deutschen Landwirtschaft und was raten Sie Ihren Berufskollegen?

Im Vergleich mit den Vereinigten Staaten gibt es viele Ähnlichkeiten. Allerdings scheint die Situation in Deutschland noch angespannter zu sein. Das ist an den vielen Negativschlagzeilen und Restriktionen abzulesen. Es werden sehr viele Unwahrheiten verbreitet. Hier müssen Sie dagegen halten und die Wahrheit erzählen! Und zwar so, dass der Köder dem Fisch schmeckt. Unterhaltsam, authentisch und ohne kommerzielle Inhalte – so müssen Botschaften vermittelt werden.

 

 

petersonfarmbros.com

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