AgrarInfoMobil im Praxis-Check

Landwirt Jens Engelken aus Wesuwe (Emsland) setzte das AgrarInfoMobil des Landvolkes Emsland auf seinem Frühlingsfest und in der Harener Fußgängerzone ein. Der umgebaute PKW-Anhänger soll dazu beitragen, die Landwirtschaft den Verbrauchern näher zu bringen.

Herr Engelken, können Sie das AgrarInfoMobil kurz beschreiben?

Es handelt sich um einen Autoanhänger, der über eine ganze Menge Innenleben verfügt. Dazu zählen eine gute Audioanlage mit Mikrofon und Boxen, ein Flachbildschirm, eine Getreidetheke, verschiedene Kinderspiele wie ein Glücksrad mit Quiz, eine Kleinvoliere für Hühnerküken, verschiedene Exponate wie Tränkenippel sowie gedrucktes Informationsmaterial zu landwirtschaftlichen Themen.

Wo und wieso haben Sie das InfoMobil eingesetzt?

Beim Frühlingsfest auf unserem Hof und bei einer Aktion mit Berufskollegen in der Harener Fußgängerzone – dort sollte das Fahrzeug als Blickfang und Anlaufpunkt dienen, um mit unseren Gästen bzw. Mitbürgern ins Gespräch zu kommen und landwirtschaftliche Themen zu vermitteln.

Welche Erfahrungen haben Sie auf Ihrem Hof gemacht?

Das Infomobil ist vielseitig einsetzbar. Bei unserem Frühlingsfest war die Audioanlage sehr hilfreich. Wenn viele Besucher zu begrüßen oder zu informieren sind, leistet sie wertvolle Dienste. Eine Attraktion ist nach wie vor das Glücksrad mit Quiz und kleinen Gewinnen. Das wird besonders von Kindern gerne angenommen. Und über die Kinder bin ich auch mit vielen Eltern ins Gespräch gekommen. Das Infomobil ist aber kein Selbstläufer. Bei uns gab es weitere Programmpunkte, die das Interesse der Besucher auf sich gezogen haben. So sind auch unsere Führungen durch den Bullen- und den Hühnerstall sehr gut angenommen worden. Man kann es so sagen: Das Infomobil ergänzt das Informationsangebot auf dem Hof.

Und wie war es in der Stadt?

Hier sehe ich den Einsatzschwerpunkt. Der Anhänger mit dem Fahnenmast fällt schon auf. Die Leute waren neugierig und so kamen wir ins Gespräch. Nach meiner Einschätzung würde das Infomobil noch mehr Zulauf haben, wenn wir zusätzlich zum Beispiel ein oder zwei Kälber oder einen Traktor ausstellen würden. Tiere und Technik ziehen immer, das habe ich als AgrarScout auf der Grünen Woche erfahren.

Wie sehen die Verleihmodalitäten aus?

Unser Kreisverband verleiht das Infomobil unentgeltlich an die Mitglieder. Wir müssen den Anhänger lediglich in Lingen abholen und wieder zurückbringen. Dafür reicht ein PKW, der für 1,5 Tonnen Anhängelast zugelassen ist. Noch ein Tipp: Um mit den Möglichkeiten des Mobils Besucher optimal anzusprechen und zu informieren, sind vier Betreuer erforderlich.